24-Stunden-Lauf
in Wörschach

11. Juli 2009

Günter Dieplinger: 3. Platz (M35)
Gesamtrang: 15. Platz
Alois Goldberger: 25 (M35)

Am Samstag den 11. Juli machten sich Alois und
Günter mit ihren Betreuern Christina, Petra und
Andreas auf zum Laufhighlight des Jahres 2009 den
24 Stundenlauf in Wörschach. DieserLauf wurde zum
20igsten mal ausgetragen und wie es den Anschein
hat auch zum letzten mal.
Um ca. 10 Uhr Vormittags kamen wir in Wörschach
an wo unsere Lauffreunde und Vereinskollegen vom
HSV Trendsport Wals schon die ersten Vorbereitungen
getroffen hatten. Klaus, Anita und Andreas waren schon
am Vortag angereist. Wir machten uns auch gleich
daran unseren Versorgungsstand und Zelte aufzubauen.
Anschließend holten wir unsere Startunterlagen ab
und traffen die letzten Vorbereitungen zum Lauf.
Punkt 14 Uhr startete das Laufhighlight 2009.

Anschließend die persönlichen Eindrücke von
Alois und Günter.

Günters Eindrücke:

Nach den letzten Vorbereitungen gingen wir gemeinsam
zum Start. Der Pulschlagstieg schon vor dem Start an
als ob man schon mitten im Laufen wäre. Vor dem Start
wünschten wir uns gegenseitig alles Gute und ich bekam
noch einen Motivationskuß von meiner Freundin
Christina, die mir auch während der 24 Stunden an
der Seite stehen wird.
Als zweiter Betreuer stand uns noch Andreas Bischof
zu Seite der alles auch am Laptop mitverfolgte.
Jetzt ging es los. Der Startschuß war gefallen und
hunderte Läufer machten sich auf dem Weg diese
24 Stunden zu bewältigen.
Nach ein paar Metern hatte ich schon einen Begleiter
für die ersten Stunden gefunden. Es war Martin Hödl
vom Laufteam Donautal. Wir bestritten die ersten
50 Kilometer gemeinsam. Dabei plauderten wir über
dieses und jenes uns so waren gleich mal 5 Stunden
vorbei. Ich wurde jede Runde von Christina und Andreas
bestens versorgt. Sie reichten mir entweder etwas
zum Trinken oder eine Kleinigkeit zum Essen. Sie waren
bemüht mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen
und ich war froh die Beiden an meiner Seite zu haben.
Nach ca. 5 Stunden war die erste Pause geplant.
Meine Betreuer besorgten mir Nudeln und Getränke.
Meine Füße wurden eingeschmiert und dann ging es
wieder weiter. Jetzt musste ich alleine Laufen den
durch die Pause habe ich Martin verloren. Alleine kann
man eigentlich nicht sagen denn es waren noch
hunderte andere Läufer auf der Strecke und auch
viele Zuschauer am Streckenrand.

In den Abendstunden stieg auch die Stimmung am
Streckenrand. Es war wie ein Volksfest und mittendrin
ein paar Hundert Läufer. Klaus sagte mal zu mir in der
Nacht, es gibt nur Verrückte bei dieser
Laufveranstaltung und irgendwie hatte er recht.
Die ersten Verrückten waren die Betreuer, die zweiten
die Läufer und die dritten die Zuseher die sich dass
alles 24 Stunden lang antaten.
Um Mitternacht gab es ein Feuerwerk und da war wieder
eine kleine Pause geplant damit ich das Feuerwerk mit
Christina meinem Schatz gemeinsam genießen konnte.
Es kam direkt ein wenig Romantik auf. Ich hatte geplant
das ich um Mitternacht 100 km in den Beinen haben
werde. Es ist sich nicht ausgegangen aber es waren
nur 2 Kilometer die fehlten.

Nach Mitternacht drehte ich meine Runden mit Klaus
bis ca. halb drei in der Früh dann machten wir eine Rast
bei einem Kaffee und ich schlief auch gleich im Stuhl
ein. Ich war erst nach einer halben Stunde wieder
fähig zu Laufen aber anscheinend habe ich diesen
Schlaf gebraucht.
Um vier Uhr in der Früh übernahm Christina wieder meine
Betreuung da sie sich kurz vorher zum Schlafen begeben
hatte. Sie konnte aber wegen der Kälte in der Nacht
nicht schlafen. Es hatte ca. 10 Grad in der Nacht.
Nach ein paar Runden sagte Christina, dass ich aufgeholt
hatte und nur eine Runde hinter dem 3 platzierten in
meiner Altersklasse war. Dies war der Startschuß zur
Aufholjagd. Runde um Runde spulte ich herunter und
kam dem 3 platzierten immer näher bis ich ihn auch
eingeholt hatte.
Die letzten Stunden bis zum Ende des Laufes begleitete
mich Jürgen Forster mit dem ich in Eiselfing die
150 Km gelaufen bin.
Ich wähnte mich am 3.Platz in meiner Altersklasse
aber es stimmte nicht. Es fehlte noch eine Runde.
Christina hatte mich reingelegt und aber auch
gleichzeitig angespornt. Andi teilte mir mit, dass ich
pro Runde ein paar Minuten auf den 3 aufholte.
Jürgen, Andi und Christina feuerten mich an und es
gelang. Bald hatte ich den 3 Klassenrang gesichert und
war nur mehr bedacht diesen Platz auch zu halten.
Die letzte Stunde war dann zum geniesen. Es waren
sehr viele Zuseher am Streckenrand die die Läufer
über die letzte Stunde hinweg brachten. Die letzte
halbe Runde nahm ich meine Christina mit. Ich wollte
die letzten Meter mit ihr als Dankeschön bestreiten.
Es war toll.
Nach 24 Stunden waren 195 Km geschafft.
Dies bedeutete den 3. Platz in meiner Altersklass und
den 15. Gesamtrang.
Die 195 Km waren auch gleichzeitig meine persönliche
Bestleistung den vor zwei Jahren hatte ich 153 Km in
den Beinen. Diesmal gleich um einen Marathon mehr.
Bedanken möchte ich mich noch bei meiner Freundin
Christina und Andreas für die optimale Betreuung ohne
diese wäre so eine Leistung nicht möglich gewesen.
Dank auch an Jürgen Forster für die Begleitung und
dem CLR Sauwald für die Anfeuerung, die in der Mega
Staffel antraten und diese auch überlegen gewonnen
haben.
Der letzte Dank geht noch an Optiker Aigner und
Donau Versicherung Gerhard Kapshammer aus
Schärding die Alois und mcih pro gelaufenen Kilometer
mit einem Euro für einen guten Zweck unterstützten.
Dies ergab einen Betrag von 310 Euro der an den
Verein Marathon übergeben wird. Dieser Verein
unterstützt Kinder mit Muskelerkrankungen.
Mehr dazu unter. www.verein-marathon.at

Nochmals vielen Dank an alle!

Günter
_______________________________________

Alois's Eindrücke:

Es war ein 24 Stundenlauf den ich nie vergessen
werde. Alleine als wir ankammen, war gigantisch.
Sehr viele Leute und jede Menge Zelte.

Wir wurden von unseren Freunden und
Laufkollegen herzlich begrüßt.

Der Lauf selber war einfach super, jeder unterstützte
dich wie und wo es nur ging.
Am Anfang, die ersten viereinhalb Stunden, ging es
mir gut. Ich spulte meine Runden runter wie ein
Uhrwerk. Ich trank jede zweite Runde. Das war sehr
wichtig, denn essen konnte ich nichts,weil es mir so
besser ging.
Mittlerweile ist es 24 Uhr. Gemeinsam mit unseren
Freundinnen schauten wir uns das Feuerwerk an.
Es war super!
Meine Freundin Petra hatte ab Mitternacht Geburtstag.
Ich gratulierte ihr und dann lief ich auch schon wieder
weiter. Auch meine Kinder, Dominc und Fabian
unterstützen mich, wo es nur ging. Es ist sehr hilfreich
wenn einem die Familie so toll unterstützt. Ich bin
sehr dankbar und werde Ihnen das nie vergessen.

Es ging mir noch halbwegs gut, aber ab ca. 3 Uhr, fing
das Knie an zu schmerzen. Ich kühlte und rieb mir das
Knie was das Zeug hielt. Es wurde ein wenig besser,
aber leider nicht ganz. Dann kam auch die Müdigkeit
dazu und ich musste eine halbe Stunde rasten.
Also entschloss ich mich, ein wenig zu gehen. Es half
etwas, aber nach einer Weile schmerzte es wieder.
Ich ging zu der Mutter meines Lauffreundes Andi. '
Andi Pfandlbauer wird bei jedem Lauf von seiner Mutter
betreut. Dieses Mal betreute sie auch mich. Sie hatte
Zauberhände, denn nach dem Besuch bei ihr, konnte
ich sogar wieder ein wenig laufen.
Ich entschloss mich zwei Runden zu laufen und zwei
Runden zu gehen. Es half, das war gut.

Auch für meinen Spezi Günter lief es gut, ich bin sehr
stolz auf ihn. Klaus Spielbüchler und Andi Pfandlabuer,
das sind auch so Verrückte wie wir, für die lief
es sehr gut.

So etwas hatte ich noch nie miterlebt. Als die letzten
Minuten anfingen wurden wir noch mal so richtig
angefeuert. Ich hatte Gänsehaut. Jeder schrie und
tobte was das Zeug hielt.

Als dann die Schlusssirene ertönte, war ich froh.
Geschafft!!!

Wir gratulieren uns - eine super Leistung von allen.

Günter lief 195 km, Alois 107 km, Andi 226 km,
Kalus 180 km. Egal wer was gelaufen ist, jeder hat
sein Bestes gegeben.

Wir mußten noch zur Siegerehrung. Andi war beim
24-Stunden-Einzellauf erster geworden. Günter in
seiner Altersklasse 3 und ich 25 das ist nicht schlecht.
Erschöpft traten wir die Heimreise an. Ich war sehr
froh als wir zuhause waren, soviel kann ich euch sagen.

Bedanken möchte ich mich noch sehr sehr Herzlich
bei: Günter und seiner Freundin Christina, bei
unserem Betreuer Andi Bischof, bei meinen Kindern
Dominic und Fabian sowie bei meiner Freundin Petra,
ohne die hätte ich das nie geschafft.

Danke an alle!

Alois