München-Innsbruck
über 160 km

29. April 2011

 

Der München-Innsbruck Alpenultralauf war wieder mal ein Lauf der besonderen Art.
Ein Nonstoplauf von München nach Innsbruck über 160 Kilometer und 1700 Höhenmetern.Es waren bei diesem Lauf 50 Läufer am Start und es gab drei verschiedene Startzeiten.3 Uhr, 5 Uhr und 7 Uhr. Ich war um 7 Uhr dran. An meiner Seite meine Freundin Anita die die Betreuung für mich übernahm.Gestartet wurde beim Siegestor in München. Die ersten Kilometer gingen der Isar entlang.Wir liefen gemeinsam los aber dann zog sich das Feld auseinander.Ich kam ganz gut voran und lief bald alleine durch die schöne Landschaft. Leider war ich einmal unaufmerksam und verlief mich ein Stück aber ich hatte Glück und ein mir entgegenkommender Radfahrer schickte mich wieder in die richtige Richtung.Es waren alle 20 bzw 25 Kilometer Verpflegungs-punkte wo meine Freundin schon auf mich wartete.Sie füllte dort meine Trinkflasche auf und stellte mir auch sonst alles bereit was ich benötigte.So kam ich ganz gut voran und spulte Kilometer für Kilometer runter.Bei ca. Kilometer 70 begann der Lauf erst richtig. Es kamen die Steigungen. Schön langsam wurde das Gelände immer steiler und dann kam auch noch dazu, daß die größten Steigerungen auch noch Schotterwege waren.Ich war froh als ich die ersten 100 Kilometer hinter mir hatte denn dadurch waren auch die meisten und anstrengensten Höhenmeter zurückgelegt.Bei gut 105 Kilometer war ein Verpflegungspunkt, daß ein Gasthof war. Dort wurden wir mit Spaghettiund einem Getränk verpflegt.Auch meine Beine wurden verpflegt bzw. gepflegt. Die Oberschenkel fingen schon an zu schmerzen nach den anstrengenden Anstiegen aber ich hatte ja meine Freundin=Betreuerin mit. Anita massierte und rieb mir mit einem kühlenden Gel die Beine ein. Auch die Schuhe wechselte ich.Gestärkt vom Essen und mit gekühlten Beinen ging es die ersten Kilometer gleich wieder besser.Jetzt kamen aber auch die Abstiege und die Schmerzen in den Oberschenkeln meldeten sich auch bei jedem Schritt über den unwegsamen Wegen die ich zu bewältigen hatte zurück.Ich war schon ein wenig genervt von der zeitweise schlechten Makierung. Ab Kilometer 120 lief ich dann ein Stück mit Andre Lange einem gutem Lauffreund von mir.Und was es in dieser Gegend auch gab waren Scherzbolde, die die Makierungen umklebten und uns in die falsche Richtung schickten aber nach einem Telefonat mit der Rennleitung kamen wir wieder auf dem richtigen Weg.Wieder aber ein paar 100 Meter mehr zum Laufen.Das zerrt schon an den Nerven. Meine Freundin fand aber immer wieder aufmunternde Worte für mich.Da merkt man wie wichtig es ist eine gute Betreuung zu haben.Bei Kilometer 140 war der letzte Verpflegungspunkt wo ich mir noch mal alles aufüllen lies und mich aufdie letzten 20 Kilometer machte.Es waren schon extreme Kilometer wenn man in der Nacht durch Wälder und Parks läuft mit nur einer Stirnlampe auf dem Kopf und irgendwie schon am Limit mit den Kräften aber mein Ziel war das goldene Dachl in Innsbruck zu erreichen.In Innsbruck verlor ich dann bei einer Brücke die Makierungen aus den Augen. Kann aber auch sein, daß gar keine mehr da waren denn auch andere Läufer taten sich schwer das Ziel zu finden. Ich fragte mich also durch. Es gab Leute die schüttelten den Kopf als ich sagte woher ich komme und wohin ich wollte aber alle gaben gerne Auskunft und wünschten mir noch das Beste für die letzten Meter.Ich sammelte noch mal alle Kräfte den ich wollte unter 19 Stunden bleiben und wäre mir meine Freundin nicht in den Weg getreten, ich wäre am Ziel vorbei gelaufen so schlecht war es beschildert aber ich war angekommen beim goldenen Dachl in Innsbruck nach 18 Stunden und 57 Minuten. 160 Kilometer und 1700 Höhenmeter in den Beinen und dem 5 Gesamtrang.Kurz zusammen gefasst. Es war ein Erlebnis dieser Lauf aber organisatorisch wäre sicher noch einiges zu verbessern.