Salzburg Marathon am 1.05.2016

 

Heuer war ich bereits zum 3 mal als Pacemaker beim Salzburg Marathon am Start.

 

In den Jahren zuvor war ich für 4 bzw für 4:15 Stunden zuständig.

 

Es scheint als ob ich mich hochgedient hätte denn diesmal war ich für die Pace von 3:45 Stunden zuständig.

 

Für mich ist es wie die Jahre zuvor  ein Erlebnis  beim Salzburg Marathon am Start zu sein.

 

Man lernt immer wieder nette Leute bzw. LäuferInnen kennen.

 

Diesmal war dieser Marathon auch eine Herausforderung für mich. Der Grund?

 

Ich war seit Anfang Jänner bis Ende März verletzungsbedingt außer Gefecht.

 

Ich hatte mir eine Knochenhautentzündung zugezogen. Der medizinische Ausdruck dazu ist wie ich erfahren habe Shin Splint und sehr schmerzhaft.

 

Ich hielt mich in dieser Zeit zwar am Ergometer, Mountainbike und am Rennrad fit aber es ist nicht Laufen. Bin einfach kein begeisterter Radfahrer.

 

Ende März stieg ich wieder vorsichtig ins Lauftraining ein und es kam mir vor als ob ich erst mit dem Laufen beginnen würde. Dieses Gefühl verschwand aber dann Gott sei Dank nach ein paar Läufen. Trotzdem waren leichte Schmerzen am Schienbein mein ständiger Begleiter. Sind es auch jetzt noch aber es wird immer besser.

 

Anfang April ging es dann 10 Tage nach Mallorca zum Training und Urlaub machen.

 

Da lief ich auch mal einen Lauf über die volle Marathondistanz und da entschied ich mich in Salzburg an den Start zu gehen.

 

Anreise war schon am Samstag denn am Nachmittag ist immer die Vorstellung der Pacemaker und die ersten Läufer können schon Worte mit den Pacemakern wechseln.

 

Jetzt aber zum Salzburg Marathon.

 

Wie gesagt ein Herausforderung.

 

Um 9 Uhr gings los diesmal war der Start am Rudolfskai. Ich reihte mich mit meinen Luftballons am Rücken in die richtige Startgruppe ein. Gleich hatte ich ein paar LäuferInnen um mich die mich über die Halb bzw. Marathondistanz begleiten würde. Die ersten Kilometer versuchte ich gleich mal das richtige Tempo zu finden. Dies war bei der Masse an Menschen nicht ganz so einfach aber es gelang nach ein paar Kilometern  ganz gut.

 

Das Wetter spielte auch noch mit. Zwar waren dunkle Wolken am Himmel aber der Regen hielt sich noch zurück. Wie gesagt noch zurück denn genau nach der Halbmarathondistanz wo mich einige Läufer verließen L begann es leicht zum Regnen. Dies machte aber eigentlich nichts aus. Nur ich hatte ständig das Geräusch der Regentropfen in meinen Ohren die auf die Luftballons prallten.

 

Jetzt waren nur noch die Marathonläufer um mich herum. Es war eine kleine Schar.

 

Am Anfang waren auch noch einige Gespräche möglich aber desto länger der Lauf dauerte desto ruhiger wurde es. Einige Läufer gingen in sich und wollten nur noch in Ruhe ihren Lauf zu Ende bringen.

 

Die letzten Kilometer versuchte ich die Läufer um mich noch zu motivieren. Ich feuerte sie mit Worten und Applaus an. Ich forderte auch von den Zusehern Applaus. Ist ja wichtig für die Läufer.

 

Und wie jedes Jahr lief ich dann fast alleine über die Ziellinie denn die meisten gaben die letzten zwei, drei Hundert Meter nochmal alles.

 

Ich lief dann genau nach 3:44:59 Stunden ins Ziel.

 

Ziel erreicht und es war besser gegangen als ich erwartet hatte.

 

Jetzt werde ich meine Laufumfänge schön langsam wieder steigern. In einem Monat möchte ich wieder dort sein wo ich vor meiner Verletzung war.

 

Denn der Baltic Run rückt immer näher. Etappenlauf über 325 Kilometer in 5 Tagen Ende Juli.