Mit persönlicher Bestleistung zur 24h WM nach Frankreich

Am vergangenen Samstag stand der 12 Stundenlauf in Langenzersdorf auf dem Programm. Eigentlich ein guter Boden für mich. Den ersten 12 Stundenlauf in Langenzersdorf konnte ich noch gewinnen genauso noch 2mal den 6 Stundenlauf.
So versuchte ich mich wieder über 12 Stunden mit dem Hintergedanken mich für die 24 Stundenlauf WM im französischen Albi Ende Oktober zu qualifizieren.
Dafür waren 123 Kilometer nötig.
Pünktlich ging es um 8 Uhr los. Es waren die meisten österreichischen Eliteultraläufer am Start . So ging es vom Anfang an die Sache. Ein paar Läufer gingen es schneller an und so bildeten sich drei Gruppen von Läufern. 4 Mann an der Spitze und dahinter Ulli Striednig aus Klagenfurt, Mike Neundlinger aus Steyr und ich. Wir drei alle mit dem Hintergedanken WM. Ulli als Frau benötigte 109 Kilometer für die Quali die sie dann auch locker schaffte und noch eine Gruppe mit einem kleinen Rückstand hinter uns.
Wir drei liefen die ersten 3 Stunden gemeinsam und konnten ein gutes Tempo einschlagen und machten Kilometer um Kilometer.
Nach drei Stunden verloren wir uns aus den Augen. Dies entstand dadurch, dass mal der eine oder andere eine kurze Verpflegungspause einlegte bzw. die Notdurft verrichten musste.
So war ich auf mich alleine gestellt. War auch nicht so schlimm denn ich wurde von meinem Vereinskollegen Johann Schmolz bestens betreut.
So verging Stunde um Stunde. Nach einigen Stunden begannen meine beiden Hüften zu schmerzen aber auch dies verging wieder. Nach 6 Stunden hatte ich schon 67 Kilometer in den Beinen. Also voll auf Kurs. Das Wetter war uns auch gut gesonnen. Bis auf dem Wind waren es ideale Bedienungen. Nicht so wie zu Hause wo es regnete.
Da mein Anfangstempo doch ein wenig hoch gewählt war musste ich ein wenig nachlassen und hatte nach 8 Stunden 87 Kilometer in den Beinen. Immer noch voll auf Kurs.
Es wurde aber immer zäher. Mal machte sich der Magen bemerkbar, der auch auf die Anstrengungen der letzten Stunden reagierte aber auch das bekamen wir wieder in den Griff.
Nach 10 Stunden noch immer voll auf Kurs und jetzt wusste ich wenn nichts schlimmes mehr passiert habe ich die Quali in der Tasche.
Also entschloss ich mich so zu laufen, dass ich die Quali nicht mehr vergeige.
Die Oberschenkel fingen schon an zu schmerzen aber mit dem Wissen, dass nur noch ein paar Kilometer bis nach Frankreich fehlten spornte mich weiter an.
Ich lag zu diesem Zeitpunkt nur ein paar hundert Meter hinter dem 2 Platz aber auch das konnte mich nicht mehr motivieren Gas zu geben. Ich wollte nur die 123 Kilometer Marke schaffen und dies ging sich dann nach 12 Stunden auch aus.
Mit persönlicher Bestleistung von 123,7 Kilometer ( bisherige Bestleistung 119,5 Km )
Konnte ich den 4.Gesamtplatz und Rang 2 in der Altersklasse belegen.
Es war also geschafft.
Ganz lieben Dank an Johann Schmolz der mich bestens betreute und die Leute zu Hause über Facebook auf dem Laufenden hielt. Danke auch an die vielen motivierenden Kommentare die mir Hansi immer wieder vorlas wenn ich bei ihm vorbei lief.
Es freute mich auch, dass mir gleich nach dem Lauf der österreichische Ultralaufreferent Dr. Georg Mayr über WhatsApp zu dieser Leistung gratulierte.